Für Andreas Schmitt
    Für Andreas Schmitt

ich erinnere mich:

an Dein erstes Kompliment
"Mama, du riechst gut!"

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an Dein erstes „Abtauchen“
Frühjahr 89 wir machten zu Dritt einen Spaziergang in Gemünden und wollten uns am Weiher auf einer Bank niederlassen und Schwäne anschauen.
Ich fuhr also mit Dir im Buggy auf den kleinen Hügel am See und während ich noch hinten am Kinderwagen die Bremsen feststellte und Alena die Bank begutachtete, krabbeltest Du vorne heraus und liefst den ganzen Hügel herunter und unten, blubb, verschwandest Du komplett im Wasser.
Ich raste also ebenfalls den Hügel hinunter und mitsamt Kleider und Schuhen Dir nach, grabschte Dich aus dem Wasser und stieg den Hügel wieder hinauf. Da standen wir nun, triefend nass und glücklich, dass nichts weiter passiert war!

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an Dein erstes Muttertagsfrühstück
es war Muttertag 93 und Du standest an meinem Bett, mit einem Tablett, worauf Du ein Tasse Milch (die Kaffeemaschine konntest Du noch nicht bedienen) und ein Stück Kuchen (mundgerecht in Stücke geschnitten) für mich zubereitet hattest. Und Du strahltest!

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an Dein erstes technisches Experiment
während der Grundschulzeit:
schon monatelang sammeltest Du mit Deinem Freund Benedikt alle nur aufzutreibenden Elektrogeräte. Ob Toaster, Kaffeemaschinen, alte Staubsauger vom Sperrmüll – alles wurde akribisch zusammengetragen. In unserem Keller. Dort war Euer geheimer Bastelraum. Und fast jeden Tag seid ihr beide ganz geheimnisvoll dort verschwunden und man hörte es hämmern oder schrauben.
Und dann war es wohl soweit. Während die Familie im Wohnzimmer saß verschwandest Du mit Benedikt im Keller und Knall! Das ganze Haus war dunkel und ohne Strom – dank Eurem ersten selbstgebauten technischen Gerät!

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an Deine ersten landwirtschaftlichen Aktivitäten
während der Grundschulzeit:
eine weitere tolle Idee, diesmal in Punkto Bodenbearbeitung brachten Dir und Deinem Freund Benedikt einige „Brüller“ ein. So verarbeitetet ihr einen alten Schlitten und defektes Gartengerät in eine überdimensionale Egge, die ihr mit erheblichem Kraftaufwand durch das Nachbargrundstück zogt.
Aus dem Rasen des Nachbarn wurde ein aufgerissenes und schlammiges Stück Erde. Na, da kam Stimmung auf!

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an Dein erstes MonCherie
es war Weihnachten 98 und ich hatte Dir versprochen, dass Du diese Praline endlich einmal probieren darfst.
Ganz vorsichtlich wickeltest Du sie aus dem rosa Glanzpapier und stecktest sie in Deinen Mund. Und dann..und dann....
Dann schautest Du mich ganz enttäuscht an und sagtest: "Nun warte ich schon mein ganzes Leben auf diesen Moment und dann schmeckt es beschissen!"

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Ela erinnert sich:

In Gedenken an Andi
Du warst immer so ein freundlicher und lieber Kerl.
Schade, dass Du nicht mehr da bist.
Wir werden Dich vermissen.
Mach´s gut, da wo Du jetzt bist!
Der Tod ist nichts,
ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben hat.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht keine andere Redeweise,
seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht weiterhin über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich,
betet für mich,
damit mein Name ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne irgendeine besondere Betonung,
ohne die Spur eines Schattens.
Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Weshalb soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges!

(Henry Scott Holland)
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Heidi erinnert sich:

Leider hab ich ihn nur so kurz gekannt, aber er ist ein besonderer Mensch gewesen. Ich mochte ihn sofort gerne.

Ich vergesse nicht den Abend an der Kommunion von Alexander H. Da hat er von seinem Jugend forscht Projekt erzählt.

An dem Abend hatten wir viel Spaß und haben viel gelacht.

Könnte man doch die Zeit zurück drehen ...........

 

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© Eveline Puderbach